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Österreich-Flagge aufgemalt mit Kreide auf Felsen.

Immobilienmarkt Österreich: Wie hat er sich verändert?

Die hohe Inflation und die zehnfache Erhöhung des EZB-Leitzinses haben nicht nur den deutschen Immobilienmarkt getroffen. Auch andere Nationen der Eurozone wie Österreich haben über die vergangenen beiden Jahre die Auswirkungen der wirtschaftlichen und politischen Veränderungen gespürt. Unsere Experten werfen einen Blick auf die Trends und Preise unseres Nachbarlandes und geben praktische Tipps.

Was hat den Immobilienmarkt in Österreich beeinflusst?

In Österreich trafen im Herbst 2022 die politischen Entwicklungen des Ukrainekriegs und seine Folgen auf die Inflation in der Eurozone mit Verschärfung der nationalen Wohnungsbaurichtlinien zusammen. Waren seit 2010 die Immobilienpreise des Landes kontinuierlich gestiegen, sorgte die immense Inflation und die komplizierte Kreditbeschaffung für eine Umkehr in der Preisentwicklung. Auch wenn die Inflationsraten in Österreich wie in Deutschland mittlerweile auf ein gemäßigtes Niveau reduziert wurden, sind die Auswirkungen auf den Immobilienmarkt weiterhin erkennbar.

Wie hat sich der Markt in den letzten beiden Jahren entwickelt?

Nach dem offiziellen Wohnimmobilienpreisindex der Österreichischen Nationalbank und der Wirtschaftskammer Österreich wurde im dritten Quartal 2022 der bisherige Höhepunkt der Immobilienpreise erreicht. Über die nachfolgenden zwölf Monate kam es zu einem landesweiten Preisrückgang um 2,9 %, in Großstädten wie Wien sogar bis zu 4,0 %.

Noch deutlicher spiegelt sich das sinkende Interesse an Wohnimmobilie in der Neukreditvergabe für Wohnimmobilien wider. Über das Gesamtjahr 2023 war ein Rückgang von 55 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Einen ähnlichen Rückgang vergleichen die Auftragsbücher der Bauträger, da sich die Bauleistungen inflationär ebenfalls verteuerten. Dies führt in einigen Großstädten zu einer noch stärkeren Verknappung des verfügbaren Wohnraums.

Marktbedingt machen sich die Entwicklungen in steigenden Mieten bemerkbar. Der Anstieg lag im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr mit 2,41 % noch auf einem gemäßigten Niveau. Im Jahr 2023 lag dieser bei 7,06 % im Landesschnitt, wobei dies bereinigt durch die inflationäre Geldentwertung nahezu acht Prozent erreichte.

Wo liegen die Preise für Häuser und Wohnungen heute?

Für ein Haus oder eine Eigentumswohnung in Österreich mussten Ende 2023 circa 6.250 Euro pro Quadratmeter gezahlt werden. Gegenüber dem Vorjahr stellte dies einen Anstieg von circa 500 Euro dar. Zum Vergleich: Ende 2020 waren gut 4.550 Euro für den Quadratmeter zu zahlen.

Dass weiterhin ein Preisanstieg stattfindet, lässt sich vor allem mit der Knappheit an Wohnraum in Wien, Salzburg und weiteren Ballungszentren des Landes begründen. So durften Anfang 2024 in zentralen Wiener Bezirken fast 20.000 Euro für den Quadratmeter gezahlt werden. Je nach Lage und Bezirk kann dieser Trend allerdings abweichen. Der allgemeine Anstieg ist über die vergangenen zwölf Monate jedoch abgeflacht.

Weitere Beratung gewünscht? Wir helfen Ihnen weiter!

Für Verkäufer und Investoren waren die letzten beiden Jahre mit vielen Kompromissen verbunden, während Interessenten durch die mittlerweile gebremste Zinsentwicklung wieder größere Hoffnungen auf einen attraktiven Immobilienkredit erhalten. Gerne beraten wir von der ALPHA IMMOBILIEN GROUP Sie persönlich zu diesem Thema, wenn Sie über eine Wohn- oder Anlageimmobilie in Österreich nachdenken sollten!

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